UX vs. UI-Design: Was ist der Unterschied?

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Möchtest du Spezialist*in für Webdesign werden? In diesem Artikel befassen wir uns mit UX- und UI-Design, untersuchen die Unterschiede zwischen den beiden Disziplinen und geben einige Tipps, wie man das richtige Fachgebiet wählt. UX vs. UI-Design. Wo soll ich anfangen?

Nun, zunächst einmal kann man eine Website nicht ohne beides bauen. Das Benutzererlebnis ist genauso wichtig wie das Aussehen der Benutzeroberfläche. Wir alle, die wir als Webdesigner*innen arbeiten, verwenden also sowohl UI- als auch UX-Design, wenn wir Websites erstellen. Das heißt, wenn wir über die formalen Disziplinen UI und UX sprechen, ist das eine ganz andere Sache. Und wenn du hier bist, frägst du dich vielleicht, ob einer dieser Berufe der richtige für dich ist. Auf die Frage, welcher Beruf der richtige für dich ist, gibt es keine einfache Antwort. Jeder, der erwägt, Webdesigner*in zu werden, muss das für sich selbst herausfinden. Dafür ist der folgende Leitfaden gedacht.

UX vs. UI-Design: Was ist der Unterschied?

Beginnen wir mit den grundlegenden Unterschieden zwischen den beiden Designprinzipien:

Was ist User Experience (UX)-Design?

Beim User Experience Design geht es darum, wie gut eine Website funktioniert:

• Wie fühlen sich die Nutzer*innen auf der Website?
• Wie nahtlos ist der Fluss der Benutzer*innen durch die Website?
• Wie einfach ist es für die Benutzer*innen, ihre Ziele zu erreichen?

UX-Design ist ein Ansatz, bei dem der Mensch im Mittelpunkt des Webdesigns steht. Aus diesem Grund sind UX-Designer*innen stark auf Forschung und Tests angewiesen, um herauszufinden, was ihre Zielgruppe braucht, was sie schätzt und was sie stört – und um dann eine ideale Lösung dafür zu entwickeln. Das Ziel ist es, eine Website zu erstellen, die der Benutzer als benutzerfreundlich, nützlich und wertvoll empfindet.

Was ist User Interface (UI) Design?

Das Design der Benutzeroberfläche befasst sich mit der Ästhetik der Website:

• Findet der Benutzer sie attraktiv?
• Sind die interaktiven Elemente intuitiv?
• Fühlt sich das Design natürlich an und löst es eine positive Reaktion aus?

UI-Design ist die visuelle Seite des Webdesigns. Es ist die Aufgabe des UI-Designers, die kleinsten Details einer Website zu perfektionieren: Farbpaletten, Schriftarten, Bilder, Formulare, Menüs, Animationen, die durch Hovern ausgelöst werden, Schaltflächen und mehr. UI-Designer*innen stützen sich auf Designforschung und -trends, Branchenanalysen und Webdesign-Prinzipien, um eine Benutzeroberfläche und Interaktionen zu schaffen, die die Benutzer gerne und sicher nutzen.

Was macht ein UX-Designer?

Wenn du eine Website erstellen willst, die die richtige Art von Besuchern anzieht und sie dazu bringt, das zu tun, was du willst, dann muss sie speziell für sie erstellt werden. Natürlich müssen auch die Ziele der Marke erfüllt werden. Diese Ziele können jedoch nicht erreicht werden, wenn die Website nicht in der Lage ist, Besucher*innen zu konvertieren. Aus diesem Grund sind UX-Designer ein unschätzbarer Bestandteil des Webdesign-Prozesses. Sie verbessern die Erfolgschancen einer Marke, indem sie die Website aus der Perspektive des Nutzers gestalten.

Ziele

UX-Designer haben ein zweigleisiges Ziel:

• Reibungslose, nutzerorientierte Website-Erlebnisse entwerfen
• Sie helfen ihren Kunden, ihre Geschäftsziele über die Website zu erreichen.

Verantwortlichkeiten

Es ist vielleicht genauer, UX-Designer*innen als UX-Spezialisten*innen zu bezeichnen. Sie sind zwar an der Gestaltung von Wireframes und Low-Fidelity-Prototypen für eine Website beteiligt, aber der Großteil ihrer Arbeit besteht aus Forschung, Tests und Validierung.
Werfen wir einen Blick auf ihre Aufgaben:

Forschung

UX-Designer*inen haben verschiedene Möglichkeiten, Daten zu sammeln, um Arbeitshypothesen für die Website aufzustellen.

Die Analyse von Mitbewerbern*innen ist ein Teil davon und ist besonders nützlich, wenn du eine Website für eine neue Marke mit wenig bis gar keinen Kundendaten erstellst, auf die du zurückgreifen kannst.

Branchenstatistiken sind eine weitere nützliche Metrik in der Forschungsphase. UX-Designer*innen nutzen diese Daten, um mehr über die Zielgruppe zu erfahren, Branchentrends zu erkennen und vieles mehr.
Je nach Größe der Website führen einige UX-Designer*innen auch Feldforschung durch. Durch Benutzerumfragen und Interviews erfahren die Designer*innen aus erster Hand, wer die Zielbenutzer*innen sind, welche Probleme sie haben und was sie motiviert.

Benutzer-Personas

Eine User Persona ist ein fiktiver Benutzer, den sich UX-Forscher ausdenken. Sie nehmen das, was sie über die Zielgruppe ihres Kunden gelernt haben, und verwenden diese Eigenschaften, um eine User Persona zu erstellen (oder Personas, wenn sie mehrere Benutzersegmente haben).

Hier ist ein Beispiel von PersonaGenerator, wie eine User Persona aussehen könnte:

Alle möglichen Details müssen geklärt werden. Zum Beispiel:

• Demografische Daten
• Bedürfnisse (in Bezug auf die zu erstellende Website)
• Wünsche
• Werte
• Ängste
• Technisches Profil
• Zitate, die zusammenfassen, wie sie sich fühlen und wie sie sich anhören

Ziel ist es, ein realistisches Bild des Nutzers zu erstellen, damit der Designer ihn besser vermarkten und verkaufen kann.

Informationsarchitektur

UX-Designer*innen gehen bei der Gestaltung einer Website sorgfältig gemessen und schrittweise vor. Sobald die Recherche abgeschlossen ist, wird die Informationsarchitektur geplant. Man könnte dies einfach als Planung einer Website-Karte abtun, aber es ist viel mehr als das. UX-Designer*innen verwenden die so genannte Kartensortierung, um die ideale Struktur, die Arbeitsabläufe und die Organisation der Inhalte für die Website zu entwerfen. Dieser Teil des UX-Designs erfordert direkten Input von den Nutzern.

Wireframes

Wireframes sind Low-Fidelity-Prototypen einer Website. Sie ermöglichen es UX-Designern, die Struktur, das Layout und die Benutzerabläufe der Website zu perfektionieren, ohne sich in Details zu verlieren. Hier sehen Sie ein Beispiel dafür, wie ein Wireframe im Vergleich zu einem Mockup aussieht:

Wireframes sind in der Regel nur ein Rohentwurf. Mit anderen Worten: Du siehst das Layout sowie die Platzhalter für Bilder, Texte und andere Elemente auf der Seite. Und das war’s. Wenn du das Fundament der Seite skizzierst, ist es viel einfacher, sich in der Mockup-Phase auf strategische und kreative Designentscheidungen zu konzentrieren. Wireframes können von Hand skizziert werden, mit einer Wireframing-Software erstellt werden oder du kannst deine Wireframes direkt in Elementor erstellen.

Analyse, Usability-Tests und Iteration

UX-Designer*innen arbeiten in einem geschlossenen Kreislauf. Sie stellen also nicht nur Hypothesen darüber auf, was auf der Website funktionieren wird. Sie stellen sie tatsächlich auf den Prüfstand.
UX-Designer können Usability-Tests auf verschiedene Weise durchführen:

• Face-to-Face-Interviews
• Umfragen
• Website-Feedback-Formulare
• Heatmaps
• Sitzungsaufzeichnungen

Während sie echtes Nutzerfeedback sammeln und die Analysen der Live-Website untersuchen, passen sie die Website entsprechend an. UX-Design ist ein iterativer Prozess, der darauf abzielt, das Nutzererlebnis immer weiter zu verbessern und der Marke zu helfen, ihre Ziele im Laufe der Zeit zu übertreffen.

UX-Design-Tools

Hier sind einige der gängigen Tools, die ein UX-Designer*innen verwenden wird:

• Tools zur Wettbewerbsforschung wie SEMrush
• Branchenforschungstools wie SimilarWeb
• Tools für die Nutzerforschung und die Rekrutierung von Testern wie User Interviews
• Wireframing- und Prototyping-Tools wie Figma
• Website-Test-Tools wie Hotjar
• Usability-Testing-Tools wie UserZoom
• Website-Analyse-Tools wie Kissmetrics

Wie du dir vorstellen kannst, können UX-Designer*innen bei einem so langwierigen und intensiven Prozess nicht alles alleine machen. Zumindest wäre es nicht effizient, dies zu tun. Ein UX-Toolkit kann in diesem Arbeitsbereich einen echten Wendepunkt darstellen.

Was macht ein UI-Designer?

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Benutzerfreundlichkeit und Nützlichkeit einer Website für deine Nutzer*innen wichtig ist. Aber es ist nicht nur die Erfahrung der Navigation auf einer Website, die sich auf die Konversions- und Abbruchraten auswirkt. Auch das Aussehen der Website spielt eine Rolle. Das beweist ein Prinzip des Webdesigns, der so genannte Ästhetik-Nutzungs-Effekt. Im Grunde genommen glauben die Nutzer, dass attraktive Oberflächen besser funktionieren als solche, die es nicht tun. Das UI-Design spielt also eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, den ersten Eindruck zu festigen und die Nutzer in das tatsächliche Erlebnis zu versetzen, an dessen Gestaltung der UX-Designer so unermüdlich gearbeitet hat.

Ziele

UI-Designer*innen haben eine Reihe von Zielen:

• Schnittstellen zu schaffen, die die Persönlichkeit, die Stimme und die Werte der Marke genau wiedergeben
• Schaffung ästhetisch ansprechender Schnittstellen, die eine positive Reaktion des Benutzers hervorrufen
• Gestaltung von Schnittstellen und Interaktionen, die die Konversionsrate erhöhen


Verantwortlichkeiten

UI-Designer*innen konzentrieren sich darauf, was der Besucher auf einer Website sieht – bis hin zu den kleinsten Details. Sie sind auch für die Gestaltung der Interaktionen verantwortlich, die dafür sorgen, dass sich der Besucher mit dem Inhalt beschäftigt und mühelos von Seite zu Seite wechselt.

Werfen wir einen Blick auf ihre Aufgaben:

Recherche

UI-Designer*innen beginnen mit einer gründlichen Recherche. Ein Teil davon ist die Nutzeranalyse (wenn der Kunde eine bestehende Website hat), aber auch andere Recherchen werden durchgeführt. UI-Designer führen Wettbewerbsanalysen durch, um herauszufinden, was führende Unternehmen in diesem Bereich mit ihren Websites machen, wie sie aussehen und wie sie funktionieren. Sie führen auch Designforschungen durch. Originalität und Einprägsamkeit sind beim UI-Design zwar wichtig, aber auch das Vertrauen der Benutzer in die Schnittstelle. Und eine zu große Abweichung von der Norm kann für viele Websites äußerst problematisch sein. Vieles davon wirst du aus dem Stegreif wissen, z. B. was die neuesten Trends im Webdesign sind und was die aktuellen Webstandards für Dinge wie Responsive Design, Barrierefreiheit und Codierungsstandards vorschreiben. Möglicherweise musst du aber auch dein Wissen, was in deiner Branche oder Nische gerade angesagt ist, auffrischen. Auch die Psychologie spielt beim UI-Design eine große Rolle. UI-Designer müssen sich daher mit den Grundsätzen des Website-Designs und der Benutzerpsychologie vertraut machen, um sicherzustellen, dass ihre Entwürfe die richtigen Emotionen ansprechen.

Markenidentität


Bei der Entwicklung der Markenidentität geht es nicht nur um Logodesign, obwohl UI-Designer ihren Kunden auch dabei helfen müssen. Bei der Entwicklung der visuellen Identität einer Marke geht es darum, eine Strategie zu entwickeln, wie das Branding einer Website aussehen soll, und sicherzustellen, dass es die richtigen Signale an die Zielgruppe sendet. Die UI-Designer*innen müssen also zunächst herausfinden, was die Persönlichkeit und der visuelle Stil der Marke sind. Anschließend kümmern sie sich um die dazugehörige Markensymbolik: Elemente wie die Farbpalette, Typografie, Bilder, Ikonografie, Muster und vieles mehr.

Style Guides/Gestaltungssysteme

Sobald die visuelle Identität geklärt ist, erstellen UI-Designer*innen einen Styleguide und/oder ein Designsystem, um die Strategie zu dokumentieren. Ein Styleguide ist ein Muss, unabhängig davon, welche Art von Websitedu erstellst. Ein Designsystem hingegen eignet sich am besten für größere Websites und solche, die ständig gewartet und aktualisiert werden müssen.

Es spielt keine Rolle, ob du als UX/UI-Designer*in allein arbeitest. Ein Styleguide ist aus einer Reihe von Gründen nützlich:

• Er ist ein dokumentierter Angriffsplan, der dir hilft, bei der Erstellung der Website auf Kurs zu bleiben.
• Er kann mit anderen Mitarbeitern geteilt werden, um sicherzustellen, dass sie mit den von dir festgelegten Stilen übereinstimmen.
• Künftige Aktualisierungen oder Umgestaltungen der Website verlaufen reibungsloser, da du das Rad nicht neu erfinden musst.

Hier siehst du ein Beispiel dafür, wie ein Style Guide aussieht:

Ein Designsystem geht einen Schritt weiter. Innerhalb deines Designsystems definiert ein UI-Designer*in all diese Stile, aber er*sie speichert die Komponenten auch in einer Bibliothek – was wiederum den Zeitaufwand für künftige Entwürfe und Neuentwürfe verringert. Designsysteme fassen auch die Ziele des Projekts, die Werte der Marke und die Art und Weise, wie die Website sie umsetzt, zusammen.

Mockups

Der UI-Designer nimmt die gesamte Forschung und Planung auf und kombiniert sie mit den Grundlagen, die der UX-Designer geschaffen hat. Die Website-Mockups sind maßstabsgetreue, vollfarbige und vollständige Darstellungen dessen, wie die einzelnen Webseiten im fertigen Produkt aussehen werden. UI-Designer füllen jedoch nicht nur die visuellen Details aus. Sie müssen sich auch mit Dingen beschäftigen wie:

• Weiß-Raum und wie er genutzt werden soll, um die Benutzerfreundlichkeit und Lesbarkeit zu verbessern
• Hierarchie, um offensichtliche Schwerpunktbereiche zu schaffen und die Besucher effektiv durch den Inhalt zu führen
• Responsive Design und wie die Webseiten auf verschiedenen Geräten und Browsern aussehen werden
• Interaktionen und Animationen an kritischen Stellen auf jeder Webseite
• Barrierefreiheit, so dass jeder Besucher die Inhalte ohne Probleme sehen und abrufen kann

UI-Designer*innen haben die Wahl, wie sie diese Mockups gestalten. Du kannst sie mit Design- oder Mockup-Software erstellen, so wie UX-Designer es mit Wireframes tun. Oder du kannst deine Mockups direkt in Elementor entwerfen, was einfach zu bewerkstelligen ist, wenn die Wireframes bereits in Elementor vorhanden sind. Außerdem wird die Entwicklung dadurch reibungsloser ablaufen.

A/B-Tests

Genauso wie die Arbeit eines UX-Designers nie abgeschlossen ist, gilt dies auch für UI-Designer. Sobald die Website online ist, müssen UI-Designer*innen die Besucherzahlen der Website im Auge behalten, um festzustellen, ob es mögliche Reibungsverluste gibt, die Besucher von einer Konvertierung abhalten. Sie können auch mit UX-Designern zusammenarbeiten, um Heatmaps und Sitzungsaufzeichnungen auf der Website durchzuführen, um zu sehen, ob sie UI-Stolpersteine in Echtzeit erkennen können. Aber anstatt auf der Grundlage dieser Beobachtungen eine dauerhafte Lösung zu implementieren. Ein UI-Designer stellt eine Hypothese über das Problem auf – z. B. „die CTA-Schaltfläche ist zu weit unten auf der Seite“ – und führt dann einen Test mit A (Kontrolle) und B (Variable) durch, um zu sehen, ob ein alternatives Design besser funktioniert. Realistischerweise könnte der UI-Designer A/B-Tests während der gesamten Lebensdauer einer Website durchführen. Sie sind nicht nur nützlich, um visuelle Designprobleme auszubügeln, sondern auch, um das allgemeine Erscheinungsbild der Website zu verbessern.

UI-Design-Tools

Hier sind einige der gängigen Tools, die ein UI-Designer verwenden wird:

• Ressourcen von Web-Design-Organisationen wie der Blog der Nielsen Norman Group
• World Wide Web Consortium für die neuesten Webstandards, Technologien und Trends
• Tools zur Entwicklung von Markenrichtlinien wie Frontify
• UI-Kits wie die auf UI8 gefundenen
• Mockup-Vorlagen wie die in der Elementor-Vorlagenbibliothek
• Design-Software wie Sketch
• Ein Content-Management-System wie WordPress
• Analyse-Tools wie Google Analytics

UI-Designer*innen sind sehr praktisch veranlagt, wenn es um Design geht. Daher muss der Großteil ihres Werkzeugkastens aus Design-Tools bestehen, die sie gut kennen und denen sie vertrauen.

Wie arbeitet UX-Design und UI-Design zusammen?

Wenn man die Unterschiede zwischen UI und UX betrachtet, könnte man meinen, dass es keine großen Überschneidungen zwischen den beiden Rollen gibt. Aber es gibt sie. UX-Designer*innen können nicht einfach isoliert arbeiten und dann ihre Sitemaps und Wireframes an den UI-Designer*in oder Entwickler*in weitergeben, wenn sie fertig sind. Oder andersherum. Selbst wenn jede Rolle – UX-Designer*in, UI-Designer*in und sogar der Webentwickler – an verschiedenen Dingen und in verschiedenen Phasen des Projekts arbeitet, muss die Zusammenarbeit durchgängig sein. Dadurch wird zunächst einmal sichergestellt, dass die Gestaltung der Website, die Erstellung der Inhalte und die letztendliche Ausführung konsistent sind. Außerdem geht es um das Sammeln von Informationen. Was der UX-Designer über die Nutzer*innen, die Konkurrenz und die Branche erfährt, sollte kein Betriebsgeheimnis bleiben. Dasselbe gilt für das, was der UI-Designer über Trends und Standards im Webdesign weiß. Oder, was das betrifft, was der Webentwickler über die Codierungsmöglichkeiten weiß. Was ein Designer für die Website im Sinn hat, entspricht möglicherweise nicht den bewährten Webdesign-Prinzipien, oder der Entwickler ist nicht in der Lage, seine Vorstellungen einwandfrei umzusetzen. Eine enge Zusammenarbeit stellt sicher, dass die Dinge nie wieder auf das Reißbrett zurückgeschickt werden müssen. Du musst auch an die Übergabe denken. Normalerweise übergibt der UX-Designer seine Recherchen und Arbeiten an den UI-Designer und den Webentwickler. Und der UI-Designer gibt seine Mockups an den Webentwickler weiter. Alle drei arbeiten mit unterschiedlichen Tools und verwenden eine andere Designsprache. Ohne eine enge Zusammenarbeit, eine gute Kommunikation und ein solides Übergabesystem können die Dinge ins Wanken geraten, wenn die Website den Besitzer wechselt.

Wie man als UI- oder UX-Designer anfängt

Hier erfährst du, was du wissen musst, um als UI- bzw. UX-Designer einzusteigen:

Fertigkeiten

Es gibt einige Überschneidungen zwischen UI- und UX-Designern*innen, wenn es um Soft Skills geht. Dinge wie:

• Kreativität
• Organisation
• Zusammenarbeit
• Problemlösung
• Anpassungsfähigkeit

Aufgrund der unterschiedlichen Aufgaben und Ziele, auf die sie hinarbeiten, müssen UI- und UX-Designer*innen jedoch in der Regel über unterschiedliche Fähigkeiten verfügen. Beispielsweise:

Ausbildung

Eine formale Ausbildung im Bereich Design ist nicht erforderlich, um UX- oder UI-Designer*in zu werden. Da es sich jedoch um hochspezialisierte Nischen des Webdesigns handelt und du wahrscheinlich mehr Geld verdienen wirst als jemand, der sich selbst als „Webdesigner*in“ bezeichnet, ist es eine gute Idee, sich zertifizieren zu lassen. Die gute Nachricht ist, dass es tonnenweise Online-Ressourcen gibt, wo du deine zertifizierte (und nicht zertifizierte) UX- oder UI-Ausbildung absolvieren kannst:
Die Interaction Design Foundation ist eine gute Quelle für den Anfang.

Obwohl sie ihre Kurse als „User Experience Courses“ bezeichnen, decken sie ein breites Spektrum an Themen ab. Gestaltpsychologie und Interaktionsdesign sind zum Beispiel eine gute Wahl für UI-Designer*innen in der Ausbildung. Coursera ist eine weitere großartige Schulungsressource. Im Gegensatz zu IDF kannst du hier Kurse belegen und dich von verschiedenen Anbietern zertifizieren lassen. Zum Beispiel Google:

Die Nielsen Norman Group und Springboard bieten ebenfalls Zertifizierungsprogramme für UX-Design an. Und CareerFoundry und General Assembly bieten beide Zertifizierungsprogramme für UI-Design an. Du wirst diese Programme nicht nur mit einem Zertifikat in der Hand verlassen, sondern auch mit praktischem Training und einigen tollen Beispielen, mit denen du dein professionelles Portfolio füllen kannst. Es wird nicht lange dauern, bis du Kunden für Webdesign bekommst, die dich um eine Zusammenarbeit bitten. Vergiss nicht, dich ständig weiterzubilden – sowohl innerhalb deines Fachgebiets als auch darüber hinaus. Web-Design-Bücher und Online-Kurse (kostenlos und kostenpflichtig) helfen dir, deine Fähigkeiten auf dem neuesten Stand zu halten und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Jobaussichten

UI- und UX-Designer*innen stehen hoch im Kurs.

Laut dem Product Design Hiring Report 2019 von InVision:
„Es besteht kein Zweifel: Produktdesigner sind derzeit gefragter denn je, wobei der UI/UX-Designer als der am meisten nachgefragte Titel im Produktdesign gilt. Tatsächlich werden vier von fünf (81 %) Produktdesignern mindestens monatlich von Personalvermittlern kontaktiert, während jeder Dritte (34 %) wöchentlich von Personalvermittlern kontaktiert wird.“
Der Bericht zeigt auch, dass dies die am meisten nachgefragten Jobs in den Bereichen UI und UX sind. Konzentriere dich auf die Spalte „Produktdesigner“:

Wie du siehst, werden UI- und UX-Designer*innen aller Erfahrungsstufen und in verschiedenen Fachrichtungen benötigt. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass die wachsende Nachfrage nach UI- und UX-Spezialisten*innen zu einem großen Boom bei Studenten und Bewerbern geführt hat. Laut Colman Walsh, dem CEO des UX Design Institute:
„Das UX Design Institute hat von April 2019 bis April 2020 einen 220-prozentigen Anstieg der Studentenzahlen verzeichnet, was ein Zeichen für das allgemeine Wachstum der UX-Branche ist.“

Die gute Nachricht ist, dass es einen wachsenden Bedarf an digitalen Designern gibt, da sich immer mehr Unternehmen im Zuge der Pandemie zu einem 100% digitalen oder hybriden Modell verpflichten. Der Wettbewerb wird jedoch hart sein, da jeden Tag neue UX- und UI-Designer*innen in die Branche eintreten. Daher ist es absolut entscheidend, dass du einen Weg findest, dich von der Konkurrenz abzuheben.

Gehaltserwartungen

Unabhängig davon, für welche Nische des Webdesigns du dich entscheidest – UI, UX oder eine Mischform – die Möglichkeiten, mehr zu verdienen als nicht spezialisierte Webdesigner*innen, sind enorm. Während das durchschnittliche Gehalt eines Webdesigners bei etwa 24 Dollar pro Stunde oder 51.564 Dollar pro Jahr liegt, verdienen Spezialisten in der Regel mehr:
Hier sind die Durchschnittsgehälter für UI-Designer*innen, UX-Designer*inen und leitende UX-Designer*inen in den Vereinigten Staaten, wie sie in führenden Jobbörsen genannt werden:

Diese Gehaltsrichtwerte sind keine Garantie dafür, wie hoch dein Verdienst als UI- oder UX-Designer*in sein wird. Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die dein Jahreseinkommen beeinflussen können:

• Dein Fachgebiet im Bereich Design
• Deine Branche/Nische
• Wo du lebst
• Wie lange du schon als Designer*in arbeitest
• Wer deine Arbeitgeber oder deine Kunden sind
• Größe und Komplexität der von dir erstellten Websites

Auch hier gilt, dass der Wettbewerb im Designbereich dank des Zustroms von Talenten in den letzten Jahren immer stärker wird. Wenn du einen Verdienst im oberen Bereich dieser Schätzungen anstreben, sind Zertifizierungen und kontinuierliche Schulungen und Weiterbildungen ein Muss.

Welchen Karriereweg solltest du einschlagen?

Du musst nun die Entscheidung treffen was du werden möchtest:

• UX-Designer
• UI-Designer
• UX/UI-Designer

Ja, das ist richtig. Du musst dich nicht für einen der beiden Berufe entscheiden, wenn du das nicht willst. Heutzutage gibt es viele Arbeitgeber*innen, die Designer*innen suchen, die alles können. Suche einfach in einer Jobbörse wie Indeed nach „UI-Designer*in“ oder „UX-Designer*in“ und du wirst sehen, was ich meine.

Aber die Beliebtheit eines Jobs ist nicht das Einzige, woran du bei der Wahl deines Fachgebiets denken solltest. Eine gute Faustregel ist es, etwas zu finden, das in deinem „Sweet Spot“ liegt:

Wenn du dir noch nicht ganz sicher bist, in welchem Bereich du am besten ausgebildet bist oder dich am meisten für etwas begeistern kannst, ist das kein Problem. Dafür gibt es Online-Kurse und -Tutorials. Versuche dich an einigen UX- und UI-Aufgaben und finden heraus, was sich natürlicher und lohnender anfühlt. Du kannst auch einen Schritt zurücktreten und darüber nachdenken, wie du das Internet als Verbraucher nutzt. Was fällt dir zuerst auf? Wie gut eine Website aussieht … oder wie einfach sie zu bedienen ist? Das könnte ein guter Indikator dafür sein, was dich am meisten am Webdesign reizt und worin du dich am meisten auszeichnen wirst.

Übersetzt von Sarah van der Linden
von Website Freiburg

Quelle, unser Websoftware Partner Elementor Pro:
www.elementor.com/blog/ux-vs-ui